Die Hanse in Lübeck entdecken

„Concordia domi et foris pax sane res est omnium pulcherrima“
(übersetzt aus dem Lateinischen: „Eintracht innen und Frieden draußen sind in der Tat für alle am besten“)

Diese Worte zieren wohl das bekannteste Bauwerk in Lübeck: das Holstentor. Schon als wir nach Lübeck reinfuhren, tauchte es großartig vor uns auf. Und so wussten wir: Wir sind da und freuen uns auf einen Tag in einer wunderschönen Hansestadt in Schleswig-Holstein. Lübeck, bekannt durch Thomas Mann mit seinem Roman „Die Buddenbrooks“ und durch das Lübecker Marzipan, strahlt noch immer den Charme einer Hansestadt aus. Die Kontorhäuschen und engen Gassen versetzen einen um Zeiten zurück. Wusstet ihr, dass Lübeck vom slawischen Wort liubice kommt und lieblich heißt? Und für uns passt diese Übersetzung: Wir finden Lübeck wirklich lieblich und haben unsere Zeit dort sehr genossen. Die Sonne begleitete uns auf dem Weg durch die Stadt. Hier unsere #7 Spots in Lübeck:

 

#1 Das Holstentor

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Das Holstentor als Wahrzeichen von Lübeck empfängt die Besucher mit seinem imposanten Aufbau. Die Schönheit hat auch die Bundesrepublik Deutschland erkannt und druckte das Holstentor seinerzeit auf der Rückseite des 50-DM Scheins. Es ist eines der zwei Tore, die von der alten Stadtmauer bis heute erhalten sind. Die spätgotische Bauweise lockt jeden Tag aufs neue viele Touristen an. Heute befindet sich im Holstentor ein Museum. Eintritt kostet 7 Euro, wir haben uns das Geld gespart und sind lieber auf den Turm der Petrikirche gefahren. Von dort aus kann man das Holstentor super sehen. Ein kleiner Park vor dem Holstentor lädt zum Verweilen ein. Allerdings führt eine Hauptstraße rund um das Holstentor. In Ruhe kann man es so also nicht genießen. Für uns ist der Besuch des alten Stadttores ein absolutes Muss beim Besuch in der Hansestadt.

 

#2 Panoramablick vom Turm der Petrikirche

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Die Petrikirche befindet sich im Zentrum vom Lübeck. Sie ist eine Kirche in gotischer Bauweise. Es handelt sich um eine sogenannte Hallenkirche, die fünfschiffig ist. Die Petrikirche wurde im 2. Weltkrieg stark beschädigt und bis 1987 restauriert. Allerdings wurde das Innere der Kirche nicht restauriert, sodass hier keine Gottesdienste mehr stattfinden. Viel mehr dient sie als Austellungsort oder Festivitäten. Das tolle an der Petrikirche ist der Turm, den man mit einem Aufzug befahren kann. Der Turm ist 108 m hoch, auf 50 m befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen Panoramablick über die ganze Stadt hat. Also haben wir 3 Euro pro Erwachsenen investiert und sind auf die Plattform gefahren. Es hat sich wirklich gelohnt.

 

#3 Die grünen Oasen: Mühlenteich und Krähenteich

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Auf unserem Weg durch die Hansestadt tauchte auf einmal eine grüne Oase vor uns auf: Der Mühlenteich und der Krähenteich – getrennt durch einen kleinen Zulauf und eine Brücke. Hier kann man die Ruhe Lübecks genießen. Cafés gibt es hier eher weniger, dafür aber viel Grün, Enten und Parkbänke. Wirklich viel zu erzählen gibt es hier nicht. Trotzdem gehört der Ort zu unseren #7 Spots in Lübeck, weil es einfach nochmal eine andere, ruhige Seite der Stadt zeigt.

 

#4 Schöne Architektur: Der Lübecker Dom

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Imposant tauchte er vor uns auf: Der Lübecker Dom. 1173 wurde der Grundstein durch Heinrich den Löwen für dieses Gebäude gelegt. Etwa 60 Jahre dauerte die Fertigstellung, dann wurde er 1247 geweiht und ist seitdem Teil von Lübeck. Am 28. und 29. März 1942 fand ein Luftangriff statt und große Teile der Altstadt Lübecks wurden zersört. Im Dommuseum brach ein Brand aus und dieser schlug leider auf den Dom über. So brandte der Dom fast komplett nieder. Der Wiederaufbau zog sich hin: Die Lübecker setzen die Priorität, die Marienkirche im Zentrum wieder aufzubauen. Somit wurde der Wiederaufbau des Doms erst 1982 fertig gestellt. Der Dom ist umgeben von viel Grün und strahlt eine ruhende Kraft aus.

 

#5 Heimeliges Erkunden: In den Gassen der Hansestadt

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Gepflegt, gemütlich und entspannt: So wirkte Lübeck auf uns, als wir durch die kleinen Gassen der Altstadt streiften. Wir hatten keinen großen Plan, wo wir hinwollten – wir wollten einfach nur ein Gefühl der Stadt bekommen. Und so ließen wir uns treiben. Wir entdeckten Kontorhäuschen, kleine Schaufenster mit Buddelschiffen und Marzipan und viele bunte Türen. Jede Ecke hatte seinen eigenen Charme. Vor allem die Sauberkeit faszinierte uns, die kleinen Blumenkästen an den Häuschen. Wir waren froh, dass wir immer der Nase nach durch die Stadt wanderten ohne großes Ziel. In Lübeck kommt man immer an.

 

#6 Kultur in der Stadt: Die Marienkirche

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1277 bis 1351 erbaut und Mittelpunkt der Altstadt: Hier steht die Marienkirche am höchsten Punkt der Stadtmitte. Für Lübeck galt die Marienkirche in Hansezeiten vor allem als Symbol von Macht und Wohlstand. Heute zählt die Kirche zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie weist eine Gotikbauweise in Backstein auf und wirkt dadurch umso möchtiger. Auch die Marienkirche ist im 2. Weltkrieg ausgebrannt. Da es für die Lübecker die wichtigste Kirche war und ist, wurde hier der Wiederaufbau priorisiert. Die Kirche ist 103 m lang und 125 m hoch. Die Grundfläche beträgt 3.300 m².

 

#7 Das Gefühl des Nordens: Spaziergang an der Trave

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Lübeck, Norden, Wasser. Lübeck und Norden hatten wir erreicht, also los das Wasser suchen. Es ist nicht zu verfehlen. Durch Lübeck fließt die Trave, ein 124 km langer Fluss, der in Gießelrade entspringt. Also spazierten wir bei dem wirklich schönen Wetter an der Trave entlang, setzten uns in ein kleines Café am Ufer und genossen die Zeit. Weiter unten an der Trave, lediglich räumlich getrennt durch das Holstentor kamen wir dann in Hafennähe. Kleine Bötchen lagen hier vor Anker, eines niedlicher als das andere. Wir gönnten uns ein Fischbrötchen und hatten so das komplett nordische Gefühl. Leider hieß es dann auch wieder Abschied nehmen. Ein wirklich schöner Tag in Lübeck ging zu Ende.

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Danke Lübeck für wundervolle Stunden. Wir wissen jetzt, warum Thomas Mann dich so geliebt hat.

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