Fjordliebe in Tromsø

Endlich ist es soweit: Viele Tage haben wir geplant, unzählige Fotos haben wir auf Instagram angeschaut, Reiseführer und Travelblogs auf interessante Ziele untersucht. Nun klingelte um 4 Uhr der Wecker, unser Flug nach Kopenhagen ging von Hannover um 07:45 Uhr. Schnell das Handgepäck noch einmal gescannt, Koffer ins Auto und ab die Post. Unser erstes Ziel ist Tromsø, ein kleines Städtchen in Nordnorwegen, was vor allem für die Hurtigruten bekannt ist. Leider kann man aus Deutschland nicht direkt dort hinfliegen, also flogen wir über Kopenhagen und Oslo mit SAS. Der Flug war wunderbar mit einer einzigen Ausnahme: In Oslo musste man die eigentlich durchgecheckten Koffer aufgrund des Zolls aus- und wieder einchecken. Eigentlich hatten wir nur 45 Minuten Aufenthalt. Der um 30 Minuten verspätete Abflug kam uns also gelegen. Immer aufgeregter wurden wir, als wir von Oslo über die weiße Wolkendecke flogen und Bergwipfel die Wolken durchbrachen. Dann klarte der Himmel auf und wir hatten einen super Blick auf unser Reiseziel nach Tromsø: die Lofoten. Am liebsten wären wir gleich ausgestiegen, so beeindruckend waren die Berge zu unserer Linken. Endlich landeten wir an dem kleinen, verschlafenen Flughafen in Tromsø. Wir holten unsere Koffer und das Erlebnis begann. Mit dem Taxi fuhren wir zu unserem Hotel: Scandic Grand Tromsø, ein mittelgroßes Hotel, das durch seinen Preis besticht. Die Zimmer waren in Ordnung, das Frühstück wertet das Hotel auf jeden Fall auf.  Einzig das Bad war etwas skurril, da die Badewanne an jeder Seite ca. 2 cm Platz zur Wand aufwies und wir so beim Duschen das ganze Bad überfluteten. Aber damit konnten wir leben. Wir hatten nämlich viel zu entdecken und das Hotel war für uns nur Nebensache. Was wir alles entdeckt haben? Lest es in unseren #7 Spots in Tromsø:

 

#1 Nordische Pflanzenwelt im Botanischen Garten

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Sonntag Morgen in Tromsø: Der Blick aus dem Fenster ließ in eine waberige Nebelmasse schauen, also gingen wir erstmal frühstücken. Wir wollten auf den Storsteinnes, aber nicht bei diesem Wetter. Also schmissen wir alle Pläne über den Haufen und beschlossen erstmal zum botanischen Garten zu laufen. Dieser liegt leider mitten im Industriegebiet von Tromsø. Wir gingen zu Fuß und waren von unserem Hotel ca. 30 Minuten durch die Stadt unterwegs. Es gibt sicherlich schönere Straßen in Tromsø, dafür bestach unser Ziel durch Schönheit. Es handelt sich um den nördlichsten botanischen Garten der Welt. Man kann hier also keine Orchideenpracht erwarten, sondern vielmehr die Botanik des Nordens. Der Eintritt ist frei. Der Garten ist wunderschön mit kleinen Steinhügeln angelegt. Wir verbrachten etwa 1 Stunde dort und hatten viel zu gucken. Für uns ein Highlight in Tromsø.

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#2 Historische Einblicke im Perspektivet

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Auf dem Rückweg in die Stadt hielten wir im Perspektivet. Wir hatten im Reiseführer davon gelesen. Das Perspektivet ist ein überschaubares Stadtmuseum, was über die Geschichte von Tromsø erzählt. Die Ausstellung ist über drei Etagen verteilt. Uns hat ganz besonders die dritte Etage gefallen, da hier Bilder der Entwicklung im Vorher/Nachher-Stil der Stadtkulisse gezeigt wurden. Es hat sich wirklich viel verändert. Auch hier hat die Moderne leider keinen Halt gemacht. Der Eintritt in das Museum ist frei. Plant für den Besuch 30 bis 60 Minuten ein.

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#3 Seemannsgefühl am Hafen

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Der Hafen lag nur einen Katzensprung von unserem Hotel entfernt. Immer wieder kamen wir an ihm vorbei, immer wieder faszinierte er uns. Das spiegelglatte Wasser, die kleinen Schiffe und daneben die großen Schiffe der Hurtigruten. Im Hintergrund der nebelverhangene Storsteinnes und die Tromsøbrua, das nennen wir einen schönen Ausblick. Das Wasser im Hafen ist so klar, dass man sogar auf dem Boden noch die mit Algen überwucherten Steine erkennen kann. Der Hafen verleiht Tromsø seinen Flair und ist aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.

 

#4 Panoramablicke von der Tromsøbrua

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Nachdem wir uns bei einem Tee im Hotel aufgewärmt hatten, wollten wir also nun doch auf den Storsteinnes. Immernoch hingen die Wolken tief. Doch als wir den ersten Schritt auf die Tromsøbrua setzen, rissen die Wolken auf und die Sonne zeigte sich von ihrer schönsten Seite. So konnten wir den Blick über die Stadt schweifen lassen. Wirklich wunderbar. Auf unserem Rückweg bot sich noch ein ganz anderes Schauspiel. Wir erreichten die Brücke zum Sonnenuntergang. Der komplette Himmel färbte sich orange und lila. Ein einzigartiger Moment für uns.

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#5 Faszinierende Architektur: Die Eismeerkathedrale

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Direkt an der Tromsøbrua befindet sich die Eismeerkathedrale. Viel hatten wir über sie gelesen und gehört. Und nun standen wir vor ihr. Eine wirklich schöne Kirche, die auch als Wahrzeichen von Tromsø bekannt ist. Sie ragt wie ein Eisberg über der Stadt und besticht durch ihre wirklich einfache Architektur. Rein gegangen sind wir nicht, da wir lieber die Sonne auf dem Storsteinnes genießen wollten.

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#6 Unglaubliche Weiten auf dem Storsteinnes

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Mit der Seilbahn sind wir dann auf den Storsteinnes gefahren. Die Seilbahn liegt etwa 10 Minuten Fußmarsch von der Eismeerkathedrale entfernt. Der Weg dorthin ist gut ausgeschildert. Die Seilbahn kostet pro Person 180 NOK (Studenten 120 NOK, Kinder 60 NOK) und beinhaltet Auf- und Abfahrt. Man kann wohl auch den Storsteinnes zu Fuß erklimmen, sollte dafür aber einen Tagesmarsch einplanen. Wir waren ja vorher schon viel unterwegs, so entschieden wir uns für die einfache Variante. Oben angekommen riss die Wolkendecke komplett auf und die Sonne wärmte unser Gesicht. Vor uns lag Tromsø in seiner vollen Pracht. Das Panorama hat uns einfach sprachlos gemacht. Das spiegelglatte Wasser, dahinter die hohen Berge, egal wohin man schaute. Wir nutzen die Zeit und kletterten etwas herum. Am Anfang ist noch ein Stück umzäunt. Danach endet der Zaun und jeder findet seinen eigenen Weg. Bis die Sonne hinter den Bergen verschwand blieben wir und genossen einfach nur die Aussicht. Unser absolutes Highlight von Tromsø, das unsere Lust auf die Lofoten weiter verstärkte.

 

#7 Urige Facetten von Tromsø

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Insgesamt hat Tromsø einen wirklich eigenen urigen Charakter. Überall findet man kleine Bars und Restaurants, die Straßen sind von den bekannten Holzhäusern gesäumt. Wir haben unsere zwei Tage in Tromsø sehr genossen und freuen uns auf eine weitere Nacht in der schönen Stadt, bevor es wieder nach Hause geht.

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27 Gedanken zu “Fjordliebe in Tromsø

  1. Ohhhh Tromsoe, da wollt ich eigentlich Anfang November hin, Nordlichter gucken. Musste ich leider verschieben. Jetzt, nachdem ich deinen Artikel gelesen habe, macht mich das noch einmal mehr traurig. Scheint war wirklich ein netter Ort zu sein. Und vor allem die Abenstimmung ist umwerfend. Mal wieder super schöne Bilder!

    Na aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Mir haben schon mehrere Norwegen-verliebte von Tromsø vorgeschwärmt. Bisher hat uns die lange Reise dorthin immer noch abgeschreckt.

    Aber wenn ich eure Fotos sehe, ist klar. Die lange Reise wird sich lohnen.

    Die Idee mit der Galerie am Ende des Artikels gefällt mir gut.

    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Daniela, ab nach Norwegen. Tromsø ist richtig schön. Und noch gefühlt 1.000 mal schöner sind die Lofoten. Einfach weil es unberührte Natur pur ist. Davon werden wir auch bald berichten!

      Liebe Grüße!

  3. Schön geschrieben. Mir hat Tromsö auch sehr gut gefallen. Hatte allerdings nicht so ein Glück mit dem Wetter. Die Fotos sind Klasse. Das Polarmuseum ist auch sehenswert. Wenn man direkt über Oslo fliegt ist die Anreise auch ok. Bin Anfang März wieder oben. Erstmals Norwegen im Winter. Bin gespannt.

          1. Ich hoffe 😉 . Noch ein Hinweis: mit Handy oder Tablet funktioniert die Bildgalerie nicht. Das erste Foto sieht man, kann aber nicht weiterklicken zum 2. Foto. System Android

  4. Wie schön. Ich bin ganz fasziniert von dem Bericht über Tromsø. Ich wollte eigentlich nächstes Jahr einmal hin, weiss allerdings derzeit nicht, ob es klappt. Nach dem Artikel muss ich aber unbedingt einmal hin. 😀

    Viele liebe Grüsse

    1. Hi Janet,

      Wir waren auch am hin und her überlegen zwischen Norwegen und Island. Island kommt natürlich auch irgendwann. Bisher bereuen wir unsere Wahl aber auf keinen Fall. Jetzt jagen wir erstmal Polarlichter.

      Liebe Grüße

  5. Hallo Ihr Zwei….super Berichte und tolle Bilder!!Norwegen ist einfach toll und immer wieder eine Reise wert…noch viel Spass und bis Sonntag!

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