Wien: Vom Steffl, Prater und Schönbrunn

Eigentlich war unser Plan ein Sonnenurlaub irgendwo in Europa. Doch dann sollte alles ganz anders kommen, denn kurzer Hand erfuhr Alex, dass er den geplanten Freitag doch nicht frei haben könne. Wir hatten glücklicherweise noch nicht gebucht und so grübelten wir, was wir nun machen wollten. Und irgendwie kamen wir dann auf Wien. 5 Tage für die Stadt, die ab Hannover gut erreichbar ist. Also buchten wir unseren Flug über GermanWings, da uns hier Preis und Flugzeiten überzeugten: Früher Hinflug am Morgen, später Rückflug am Abend. Dann suchten wir ein Hotel und entschieden uns kurzerhand für das Boutiquehotel Stadthalle. Bei dem Hotel handelt es sich um ein Passivhaus das dadurch eine positive Klimabilanz hat. Dafür wird beispielsweise auf eine Minibar in jedem Zimmer verzichtet, aber wer nutzt eigentlich diese Minibars auf dem Zimmer? Wir nie…. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet und wir bekamen ein Zimmer in meiner Lieblingsfarbe: Lila. Wunderbar. Wir waren mit dem Hotel super zufrieden. Also, auf auf und macht euch auf nach Wien. Damit ihr auch wisst, was er dort zu sehen gibt, sind hier unsere #7 Lieblingspunkte.

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Unser lila Zimmer im Boutiquehotel

#1 Die Spanische Hofreitschule

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Die Spanische Hofreitschule liegt direkt in der Innenstadt

Beginnen wir mit dem wohl bekanntesten Punkt in Wien: die Spanische Hofreitschule. Diese liegt mitten im Stadtkern von Wien und beeindruckt durch das imposante Gebäude. In der Reitschule wird nur die überwiegend weiße Pferderasse Lipizzaner ausgebildet. Die Ausbildung der Reiter und Pferde dauert viele Jahre. Seit 2009 werden auch Reiterinnen ausgebildet. Wir haben uns zunächst das Gebäude von außen angeschaut und buchten dann Karten für das Morgentraining. Karten kosten 15,00 Euro. Man kann nun zwei Stunden die Reitstunden mitverfolgen. Der Andrang ist sehr groß, entweder man ist früh genug da, oder kauft Karten vorab. Wir fanden das Morgentraining sehr schön. Eine Führung haben wir nicht gemacht. Man sollte beachten, das Foto- und Videoaufzeichung während des Trainings strengstens verboten ist.

#2 Der Wiener Prater

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Riesenrad am Wiener Prater

Viel hatten wir schon über den Prater gehört, so wenig konnten wir uns darunter vorstellen. Also machten wir uns auf zum Wiener Prater. Man muss dazu sagen: Wir waren abends am Prater, deswegen beschränkte sich unser Besuch auf den “Wurstelprater”. Der Wurstelprater ist der bekannte Vergnügungspark, wo auch das Wahrzeichen von Wien steht: Das Riesenrad. Da wir im Dezember dort waren, war im Vergnügungspark nicht viel los. Am Eingang neben dem Riesenrad war ein kleiner Weihnachtsmarkt aufgebaut. Dort war der Apfelpunsch sehr sehr lecker. Außerdem haben wir uns österreichische Käsespätzle gegönnt: Der Knaller. Insgesamt waren diese Abendstunden wundervoll, da der Wurstelprater einen ganz eigenen Charme hat.

#3 Schloss Schönbrunn

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Das Schloss Schönbrunn ist immer gut besucht

Hier lebte sie: Sissi. Also durfte auch bei unserem Besuch in Wien Schloss Schönbrunn nicht fehlen. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil erbaut. Allein von außen war es sehr imposant. Alex zückte die Kamera und fand immer wieder andere Winkel, wie er das Schloss  ablichten wollte. Auch in den kalten Wintertagen war hier viel los. Trotzdem zeigte der Winter seine beste Seite und ließ die Fenster durch sein Sonnenlicht funkeln. Wir wollten auf jeden Fall in den Tiergarten und in das Schloss, also informierten wir uns. Es gibt im Winter einen sogenannten Winterpass, der eine AudioGuide-Tour durch das Schloss und den Eintritt in den Zoo beinhaltet. Also zahlten wir 25 Euro und stürzten uns in das Vergnügen. Von innen ist das Schloss wirklich sehr vielfältig. Der AudioGuide gibt viele Informationen zu vielen Details und man fühlt sich um Zeiten zurück versetzt. Leider handelt es sich um eine absolute Touristenattraktion, das muss einem Bewusst sein. Uns störte das in diesem Fall nicht, da man mit einem AudioGuide sehr flexibel ist. Wir empfehlen den Besuch unbedingt. Die Innenräume sind so imposant und wundervoll. Vor allem für Sissi-Fans ein absolutes Muss.

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Auch die Gartenanlage ist wunderschön

#4 Tiergarten Schönbrunn

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Der Pandabär ist eins der Highlights im Wiener Zoo

Mit unserem Winterpass konnten wir dann gleich weiter. Maximal 5 Gehminuten vom Schloss Schönbrunn entfernt liegt der Tiergarten Schönbrunn. Noch nie hatte ich Pandas und Koalas gesehen und deswegen war für uns der Besuch im Tiergarten ein absolutes Muss. Im Vergleich zum Hannover Zoo ist er nicht ganz so spektakulär und groß für die Tiere gestaltet. Aber zu dem Kulturprogramm war es eine wunderschöne Abwechslung.

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Der Koala hält ein Nickerchen

#5 Karlskirche

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Weihnachtsmarkt vor der Karlskirche

Seit die Karlskirche 1713 erbaut wurde, trohnt sie imposant inmitten von Wien. Im Barockstil lockt sie viele Touristen an, so auch uns. Leider wurden bei unserem Besuch Renovierungsarbeiten durchgeführt, sodass wir nicht die ganze Schönheit der Kirche erkennen konnten. Für eine Ahnung reichte es. Wie gebannt standen wir vor der Kirche und ließen uns von der Bauweise beeindrucken. Abends kehrten wir an diesen wundervollen Ort zurück, um bei Lagerfeuer und Musik einen Glühwein zu trinken. Es gibt auch einen Panoramalift, der leider aufgrund der Bauarbeiten gesperrt war. Trotzdem war die Karlskirche eines unserer Highlights.

#6 Stephansdom

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Der Stephansdom liegt in der Stadtmitte

In Wien ist dieser Punkt besser bekannt als “der Steffl”. Mitten in der Stadt steht er: der Stephansdom. Die ersten Baumaßnahmen zu Errichtung dieses 107 m langen und 34 m breiten Gebäudes reichen zurück in das Jahr 1137. Immer wieder wurde die Kirche erweitert und so in ihrer Bauweise immer imposanter. So ist der Hauptstil der Bauweise gotisch, allerdings weist der Stephansdom auch spätromanische Elemente auf. Der Südturm ist mit 136,4 m der höchste der vier Türme. Man muss also den Kopf in den Nacken legen, um den Stephansdom zu erfassen. Auch das Innere ist beeindruckend. Wie die meisten katholischen Kirchen ist das Innere reichlich verziert und ausgestaltet und schafft so eine ganz eigene Atmosphäre. Wir genossen die Zeit und wollten uns nach dem Besuch im daneben liegenden Café “Aida” bei Kuchen stärken. Das war aber leider keine so gute Idee. Massenabfertigung pur, unfreundliche Bedienung und Toilette muss man zusätzlich bezahlen. Sucht euch lieber ein kleineres Café zwei oder drei Ecken weiter.

#7 Museumsviertel

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Auch das Museumsviertel liegt fußläufig in der Stadt

Wir ließen uns treiben durch die Hauptstadt von Österreich – ohne Ziel, ohne Erwartungen. Wir erkundeten die kleinen Gassen abseits der Attraktionen und doch landeten wir wieder in einer: Das Museumsviertel. Die klare Architektur, die sauberen Wege – all das faszinierte uns. Immer weiter suchten wir uns unseren Weg, landeten am Palmenhaus, an der Bibliothek und am Opernhaus. Zwischendurch tranken wir Glühwein, um uns aufzuwärmen – Wien kann doch sehr kalt werden im Dezember. Und als wir die Straßen entlangwanderten, entdeckten wir immer wieder kleine Dinge, die unsere Herzen höher schlagen ließen.

#8 Schloss Belvedere

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Das Schloss Belvedere beheimatet Kunstaustellungen

Unser letzter Punkt zeigt euch noch das schöne Schloss Belvedere. Das Schloss Belvedere besteht aus zwei Gebäuden: dem oberen und dem unteren Schloss. Hier findet man den Barock in Reinkultur – sowohl in der Bauweise als auch in dem dazwischen liegenden Garten. Heute werden beide Schlösser als Ausstellungsort für Galerien genutzt. Wir waren noch nie gemeinsam in einer Kunstausstellung – jetzt war also unsere Zeit. Wir werden wohl keine Kunstausstellungsfans, trotzdem war es ein Erlebnis wert. Allein um durch die Räume der Schlösser zu streifen.

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Im Hinterhof vom Schloss Belvedere ist es sehr ruhig

Nun war unser Besuch in Wien vorbei. Leider. Diese vorweihnachtliche Stimmung machte unseren Aufenthalt wirklich bezaubernd. Irgendwann werden wir euch über die Weihnachtsmärkte in Wien berichten. Bis dahin müsst ihr euch allerdings noch etwas gedulden.

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16 comments Add yours
  1. Naaa, bekanntester Punkt Wiens die Hofreitschule? Da muss ich aber nun schimpfen…! 😀

    Wien ist einfach wundervoll und ich genieße jeden Tag, den ich in dieser wundervollen Stadt noch lebe – denn nächstes Jahr bauen wir Haus am Land 🙂

    Eines mag ich noch ergänzen: Schloss Schönnbrunn war lediglich (“lediglich”) Sommerresidenz von Sissi und der Tiergarten, in dem ihr wart, ist der älteste Europas – das erklärt auch seine “fehlende” Pracht im Gegensatz zu modernen Tiergärten! 🙂

    1. Hallo Flo,

      Vielen Dank für deine Gedanken. Die fehlende Pracht haben wir gar nicht als fehlende Pracht wahrgenommen. Wir fanden den Tiergarten wundervoll so wie er ist.

      Ansonsten ist Wien wirklich eine tolle Stadt mit all seinen Punkten. Ich hoffe, dass das rüber kommt 😉

  2. Wien ist eine unserer Lieblingsstädte in Europa. Die meisten der von dir genannten Sehenswürdigkeiten haben wir auch besucht, nur der Prater hat uns nicht so überzeugt. Vielleicht liegt’s aber auch daran, dass wir tagsüber und im Sommer dort waren. Das war uns einfach zu viel Rummel … das ist nicht unser Ding. Schloss Belvedere müssen wir uns auch einmal ansehen. Und, und, und …

  3. Ich bin auch ein großer Wien Fan, diese Stadt hat einfach was. Stundenlang könnte ich in Kaffeehäusern sitzen und Kuchen essen. Euer Passivhaus ist ja sehr interessant, die Minibar nutzen wir tatsächlich auch fast nie. Nur ein lila Zimmer fände ich jetzt nicht ganz so prickelnd, aber das ist ja Geschmacksache und sicher auch wählbar.

    Viele Grüße
    Victoria

  4. Oh, Wien, daran erinnere ich mich auch gut. Was für eine coole Stadt.

    Eine tolle Best of Zusammenfassung habt ihr da verfasst. Euren 8 Tops stimme ich voll zu.:) Ich würde aber noch ein Wiener Schnitzl beim “Figlmüller”(unbedingt weit im Voraus einen Tisch reservieren) und einen Besuch der “Albertina”(ein großartiges Kunst Museum) hinzufügen – das waren für mich auch echte Highlights. (http://passenger-x.de/reisen/europa/oesterreich/wien/)

    Ich bin mir sicher, dass wir eines Tages auch noch ein zweites Mal nach Wien fliegen und dann werde ich auf euren Hoteltipp zurückgreifen. Denn eine Minibar brauchen wir nun wirklich nie und das Zimmer ist ja wohl der absolute Hammer! Richtig schön typisch Wien und dann die Farbe – großartig:)

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

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