Sonnentanken auf Aruba

Nun kam er also: Unser erster Halt auf unserer ersten Kreuzfahrt. Wir waren mit der AIDA unterwegs und hatten nun zwei Wochen vor uns mit den ganzen kleinen Inseln der Karibik. Erster Halt also Aruba. Aruba gehört zu den niederländischen ABC-Inseln und weist eine trockene Landschaft auf. Also nichts mit Regenwald, viel mehr war Geröll zu erwarten. Doch was wollten wir auf der Insel anstellen? Wir sind im Februar verreist, die Sehnsucht nach Sonne war also groß. Über AIDA Ausflüge buchen? Für uns weniger interessant, denn wir wollten nicht auf den Pfaden des Massentourismus wandeln, sondern viel mehr unser eigenes Ding machen. Also stiegen wir von Bord und machten uns auf ins Abenteuer. Hier sind unsere Topspots, die wir auf Aruba genießen konnten – oder eben auch nicht.

#1 Eagle Beach – der weiße Traumstrand?!

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Dividivi-Baum am Eagle Beach

Wir hatten uns natürlich vorab informiert, welche Strände besonders toll sein sollten. Wir durchforsteten Foren, lasen Artikel und in jedem wurde uns der Eagle Beach schmackhaft gemacht. Also auf auf. Wir suchten uns ein Taxi, teilten es uns mit anderen und waren so günstig und schnell am Eagle Beach. Sofort entdeckten wir das Wahrzeichen der Insel: Den Dividivi-Baum. So schön stand er vor dem türkisen Meer, spendete in der prallen Sonne aber wenig Schatten. Weiter ging es entlang den Eagle Beach und dann kam für uns das große Grauen: ja, vor uns lag ein wunderschöner weißer breiter Sandstrand, der flach ins Meer abfiel….. Aber hinter ihm lag die komplette Hoteliere aneinander gereiht. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Immer wieder Werbung nach kostenlosem WLAN – wir sind doch aber im Urlaub. Das Handy hatten wir wohlweißlich auf dem Schiff gelassen. Nein, hier wollten wir nicht bleiben.

#2 Arashi Beach – raue Schönheit der Karibik

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Keine Touristen am Arashi Beach

Nächstes Taxi, wir hatten ja noch weitere Strände rausgesucht. Und so machten wir uns auf den Weg zum Arashi Beach. Perfekte Wahl: hier steht kein Hotel, keine Liege. Das Meer ist zwar etwas rauer, aber man ist eben unter sich. Der Sand ist genau so weiß, das Wasser genau so türkis. Wir haben uns sofort in den Strand verliebt. Also Sonnencreme auf die Haut, Handtuch ausrollen und beim Rauschen des Meeres in der Sonne bruzeln. So genossen wir unsere Zeit am Arashi Beach. Wenn ihr dort hinwollt, dann bringt euch was zu trinken mit, denn hier ist wirklich nichts. Solltet ihr mit AIDA nach Aruba kommen, dann plant euren Aufenthalt bis ca. 12.30 Uhr ein. Denn dann kommen die AIDA-Partybusse und besiedeln den Strand. Gelb-weiß gestreifte Handtücher aneinander gereiht, nichts für uns. Also Sachen zusammen gepackt und zurück zum Schiff, um das Salz und den Sand von der Haut zu spülen.

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Die Wellen brechen sich – der Arashi Beach ist etwas rauer

#3 Oranjestadt – Inselhauptstadt von Aruba

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Ein Schild? Da brauchen wir ein Bild.

Wir hatten noch Zeit bis zur Abfahrt, also planten wir einen Stadtrundgang. Vom Hafen gingen wir zum L. G. Smith Boulevard und schlenderten die etwas breitere Straße entlang. Auf Aruba gibt es viele Einkaufsläden, auch Markenläden. Ob man da jetzt ein Schnäppchen schießen kann? Keine Ahnung, shoppen können wir auch in Deutschland… Gleich einige Meter weiter entdeckten wir dann das “I ♥ Aruba”-Schild. Ähnliche findet man überall auf den ABC-Inseln verteilt. Also gleich ein Fotoshooting hingelegt, es war ja schließlich unser erstes Schildbild.

#4 Eidechsen beobachten im Wilhelmina Park

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Ein Leguan sonnt sich im Wilhelmina Park

An dem L. G. Smith Boulevard liegt auch der Wilhelmina Park, der jetzt nicht wirklich durch absolute Schönheit besticht, aber durch eine reiche Artenvielfalt an Eidechsen. Also konnten wir einen kurzen Aufenthalt zum Fotografieren nicht verhindern. Die Eidechsen sind in allen Farben und Größen dort. Vorsicht, die Tierchen sind sehr schreckhaft, man muss sich also langsam nähern, um einen guten Schnappschuss zu ergattern.

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Ein grüner Leguan streift durchs Gras

#5 Stadtgefühle in den Gassen von Oranjestad

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Markt auf Aruba

Ob Wilhelminastraat, Zoutmanstraat oder Havenstraat: Wir nutzten unsere Zeit und wanderten durch die Gassen des Städtchen. Uns faszinierte die Mischung Karibik mit etwas Hollandtouch. Wir stöberten auf den Märkten, schauten in die Schaufenster der kleinen Läden, hielten hier und dort und bekamen so ein schönes Gefühl für das Leben auf Aruba. Leider mussten wir um 18 Uhr wieder auf dem Schiff sein. Gerne hätten wir in den Abendstunden in einem kleinen Bistro etwas gegessen oder einen Cocktail getrunken. Doch Curaçao rief schon nach uns und weitere Eindrücke warteten.

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Toller Ausblick aus einem Restaurant

#6 Unser Fazit zu Aruba

Aruba kann was. Wer lieber Hotelstrände, WLAN und Liegen mag, der ist am Eagle Beach richtig. Rauen Strand, der verlassen daliegt, findet man am Arashi Beach. Natürlich gibt es auch noch den Arikok Nationalpark, den wir leider nicht besucht haben. Insgesamt für uns eine sehr schöne Karibikinsel auf der es für uns noch das ein oder andere zu entdecken gibt. Vielleicht sieht man sich ja nochmal wieder, liebes Aruba.

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16 comments Add yours
  1. Huhu, auf Aruba war ich auch schon, ist wirklich ein schönes Fleckchen Erde, wenn auch bis auf die Traumstrände tatsächlich sehr unkaribisch. Aruba ist eigentlich USA mit ein bisschen Holland :p Eine Anmerkung zum Eagle Beach: Seid ihr sicher, dass ihr nicht schon Richtung Palm Beach unterwegs wart? Der Eagle Beach hat eigentlich keine Hotelbauten hinter sich (nur eine Straße), der mit Hotels zugepflasterte Strand ist der Palm Beach. Viele Grüße, Katrin

    1. Hallo Kathrin,

      Vielen Dank für deine Anmerkung. Ja, der Palm Beach ist auch sehr zugepflastert. Je näher man ihm kam, desto größer wurden die Bauten. Aber euch der Eagle Beach ist unserer Meinung nach verbaut. Sowohl mit Gebäuden, als auch mit dieswr schrecklichen viel befahrenen Straße. Für uns auf den ersten Blick ein schöner Strand, aber mit Entspannung hat er leider nichts zu tun.

      Liebe Grüße

  2. Hi,

    vielen Dank für euren Bericht und die tollen Fotos. Ich spiele mit dem Gedanken im nächsten Jahr nach Aruba zu reisen. Wann seid ihr denn dort gewesen und wie war das Wetter im Allgemeinen? Welche Stopps habt ihr denn noch mit der AIDA eingelegt?

    Viele Grüße

    Dennis

    1. Hallo Denis, wir waren Ende Februar dort. Das Wetter: Sonne, Sonne und Sonne. Eher eine trockene Hitze, keine hohe Luftfeuchtigkeit. Wir haben mit der Aida viele kleine Karibikinseln angesteuert. Unter anderem alle ABC-Inseln, St. Vincent, St. Lucia; Guadeloupe, Barbados, Antigua usw. Willst du auch eine Kreuzfahrt machen?

      Liebe Grüße

      1. Also abgeneigt bin ich nicht, auch, wenn Kreuzfahrten nicht unbedingt meine bevorzugte Reiseart sind. Ich habe aber bereits eine Kreuzfahrt gemacht und fand das auch toll… Geführte Touren an Land würde ich mir aber ebenfalls sparen 😀

        1. Hallo Dennis,

          Es war unsere erste Kreuzfahrt und mit Aida auf jeden Fall die letzte. Für die kleinen Inseln bietet sicv eine Kreuzfahrt an und ist das beste Reisemittel. Um größere Länder zu erfassen, macht meiner Meinung nach eine Kreuzfahrt keinen Sinn. Aber man muss alles mal ausprobieren 😉

          Liebe Grüße

  3. Ich bin euch super dankbar für die Tipps, da die ABC Inseln für nächstes (oder übernächstes) Jahr bei mir angedacht sind! 🙂 Schöner Artikel und ich muss euch mal ein riesen Kompliment für die grandiosen Fotos machen! Ich folge euch ja auch auf Instagram und eure Fotos sind unglaublich schön! 🙂
    Liebe Grüße,
    Janet

  4. Oh, ich glaube Arzba und ich werden sich auch einmal sehen. Deine Beschreibung hat mir Lust gemacht und vor allem die Tatsache, dass es raue und verlassene Strände dort gibt.

  5. Echt schade, dass man immer wieder diese hotelübersähten Orte findet, das schockiert mich irgendwie jedes Mal. Und Partybusse sowie Einheitshandtücher braucht doch auch kein Mensch. Aber gut, wenn man selber reist, ist man selbst ja Teil derjenigen, die die einsamen Orte zu besuchten Orte macht. Welch ein dauernder Zwiespalt;)
    Freut mich für euch, dass ihr dann aber doch noch richtig schöne und ruhige Ecken gefunden habt.
    Wie immer ein toller Bericht und super schöne Bilder!
    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog CicoBerlin

  6. Sooooo schöne Bilder, die zum träumen einladen. ich hatte es ja schonmal erwähnt aber ich kann es nicht oft genug sagen, eure Bilder sind der Wahnsinn, jedes mal wieder.
    Einsame Strände sind oft die schönsten, auch wenn sie oft nicht so gepflegt sind und die Sandkörner nicht in reih und Glied stehen 😉 Für mich auf jeden Fall ein interessantes Reiseziel, das ich mir grad mal vermerkt habe 😉

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