Irland – Die Suche nach dem Leprechaun auf der grünen Insel

“Nimm dir Zeit, um zu träumen; das ist der Weg zu den Sternen”
Irischer Segenswunsch

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Wir haben uns genau diese Zeit zum Träumen genommen und haben uns auf den Weg nach Irland gemacht. Mit Guinness als Lebenselixier hatten wir nun also zwei Wochen vor uns, die durch grüne Wiesen, Schafe und unglaubliche Weiten geprägt werden sollten. Am meisten liebten wir die Gastfreundschaft der Iren und die Ruhe, die das Land ausstrahlt. Die kleinen Cottages mit einer bunten Tür und einer Steinmauer strahlten einen eigenen Charme aus. Genau so ein kleines Cottage haben wir uns in der Nähe von Galway gemietet und sind mit unserem Mietwagen durch das Land gefahren. Wir hatten immer wieder andere Ziele vor der Nase: Stadt, Meer, Wald, Wiesen. Mit dem Wetter im März hatten wir echt Glück – doch gehört nicht eigentlich Regen und Wind zum perfekten irischen Lebensgefühl dazu? Wir haben es jedenfalls nicht vermisst. Und jetzt sagen wir: Irland, du hast uns fasziniert mit all deinen Facetten. Und nun stellt irische Folklore für die perfekte musikalische Untermalung an und genießt den Beitrag mit unseren #8 Lieblingsspots in Irland.

 

#1 Dublin: Guinness, Templebar und Sightseeing

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Unser erster und letzter Halt in Irland war Dublin. Wir sind mit GermanWings von Flughafen Köln/Bonn nach Dublin geflogen – alles hat super geklappt. Nun wollten wir uns den ersten Abend einen Überblick über die Hauptstadt verschaffen. Dann folgte unser Aufenthalt in Galway und danach hatten wir noch zwei Tage in der Stadt. Der erste Eindruck: Irisches Lebensgefühl. Unser Hotel lag direkt am Fluss Liffey und etwa 15 Minuten vom Kneipenviertel Templebar. Also machten wir uns auf den Weg und suchten und ein kleines Pub mit irischer Folklore und natürlich Guinness. Wie oft hatten wir gelesen, dass Dublin und Irland so teuer sei. Wir können das nicht bestätigen. In Dublin kostet ein 0,5 l Glas Guinness etwa 5,00 Euro. Essen gehen ist vergleichbar mit Deutschland. Einzig im Supermarkt sind vor allem frische Lebensmittel leicht teurer als in Deutschland. So schlimm ist es also nicht.
Dublin hat seinen ganz eigenen Charme und besticht durch bunte Türen, Guinness, viel Musik und glückliche Menschen.

Über unsere Topspots haben wir ebenfalls einen Beitrag geschrieben. Klickt einfach hier, um mehr zu lesen.

#2 Irisches Lebensgefühl in Galway

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Dublin liegt an der Ostküste Irlands. Auf selber Höhe allerdings an der Westküste liegt das kleine Städtchen Galway. Hier in der Nähe am Lough Corrib hatten wir ein wunderschönes kleines Steincottage gemietet. Sehr klein, sehr günstig, sehr gemütlich. Also führte unser Weg einmal komplett über die M6 durch Irland bis nach Galway. Wir nutzen die Gelegenheit und erkundeten den Ort. Die direkte Lage am Atlantik ist wunderschön. Möwen kreisen über den verschlungenen Gassen, die wieder durch die bunt gestrichenen Pubs gesäumt werden. Immer wieder trifft man Straßenmusiker, ob Geiger, Sänger, Gitarristen, alles prägt das Stadtbild von Galway und macht es genau so wunderschön, wie es ist.

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#3 Auf den Spuren des Whiskeys: Tullamore und Kilbeggan

 

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Alex liebt Whiskey, also war klar: wir wollen nach Tullamore. Von Galway hatten wir ca. 1 Stunde Fahrt auf der M6 vor uns. Schnell erreichten wir die Stadt, die dann aber doch so ganz anders war, als wir sie uns vorstellten: Baustellen reihten sich aneinander, überall lag der Müll auf den Straßen und die irischen Cottages fehlten. Wir parkten das Auto und nutzen die Gelegenheit für ein Brunch und ein Brainstorming. Der Ort hielt uns nicht, aber wir wollten doch unbedingt auf den Spuren des Whiskeys wandeln. Ganz in der Nähe von Tullamore liegt Kilbeggan und dort gibt es die Kilbeggan Distillery. Abgemacht, wir probieren es dort. Und wir wurden nicht enttäuscht. Vor Ort waren fast keine Besucher, die Brennerei konnten wir also ganz in Ruhe erkunden. Am Einlass erhielten wir einen Übersichtszettel, der uns alle wichtigen Arbeitsschritte erklärte. Und so ging es los. Wir wanderten durch die Destille und freuten uns, dass hier niemand die Tradition vergessen hat. Am Ende konnten wir dann verschiedene Jahrgänge des Whiskeys kosten. Nicht mein Fall, also hatte Alex mehr davon. Sein Fazit: Sehr lecker! Nun ging es wieder gen Galway mit einem kleinen Stopp: Clonmacnoise – eine Klosterruine. Die Landschaft ist hier wirklich wunderschön. Für den Aufenthalt in Clonmacnoise sollte man ca. 1 bis 2 Stunden einplanen. Wir können die Klosterruine nur empfehlen.

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#4 Die unglaublichen Höhen der Cliffs of Moher

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Schon als wir unsere Flüge nach Irland buchten, war uns klar, dass wir auf jeden Fall die Cliffs of Moher besuchen wollen. Also suchten wir uns einen sonnigen Tag aus und machten uns auf zu den Klippen. Unser Weg führte und entlang der Wild Atlantic Route und immer wieder hatten wir einen schönen Blick auf die raue See. Die Wellen glitzerten in der Sonne und neben uns tauchten immer wieder grasende Schafe auf grünen Wiesen auf. Nach halber Strecke kamen wir am Dunguaire Castle an und machten dort eine kurze Fotopause. Dann ging es weiter Richtung Cliffs.
Nach etwa 70 km erreichten wir unser Ziel: Da lagen sie vor uns, die Cliffs of Moher. Die im Schnitt 120 m hohen Klippen sind wohl die Bekanntesten von Irland. Zunächst erkundeten wir das Museum, um uns einen Überblick zu verschaffen und dann ging sie los, unsere Wanderung entlang den Cliffs of Moher. Wir wählten den südlichen Weg und erklommen so immer weiter der Klippen. Die Aussichten wurden immer schöner, die Wege aber immer weniger gesichert. Und je weiter wir gingen, desto weniger Besucher trafen wir. Den Tag hatten wir wohl perfekt gewählt, die Sonne schien. So war es trotz des Windes nicht kalt. Noch heute sind wir fasziniert von den Cliffs of Moher – so unglaublich schön, markant und majestätisch sind sie. Wohl einer der schönsten Orten Irlands.

 

#5 Der Märchenwald von Cong

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Nicht weit von unserem Ferienhaus liegt Cong, ein kleiner Ort im County Mayo. Hier treffen sich Lough Corrib und Lough Mask. Bekannt wurde Cong als Filmkulisse für den Film “The quiet man”. Viel wussten wir vorher nicht, wir hatten ein zwei unscheinbare Nachrichten über den Ort gelesen. Wir wollten mal schauen und wenn nicht, dann wollten wir weiterfahren. Doch es sollte anders kommen: WIr verbrachten den gesamten Tag in Cong und Umland. Erst erkundeten wir die Ruine Cong-Abbey, eine Ruine eines alten Augustiner-Klosters. Dann entdeckten wir einen Wanderpfad durch den Wald von Cong. Warum nicht? Am Ende des Pfades sollte uns der Guinness-Tower erwarten. Wir wanderten los und je tiefer wir in den Wald wanderten, desto mehr erinnerte er uns an einen Märchenwald: Das satte Grün schimmerte überall, die Bäume waren überwuchert von Moos. Auf dem Weg entdeckten wir Ruinen und natürlich den Guiness-Tower. Wir gingen auf den Tower, der Ausblick war aber eher ernüchternd: Man sah nur Bäume, da der Tower nicht höher als die Bäume war.
Auf dem Rückweg zum Auto hielten wir dann noch in einem kleinen Café nahe der Cong-Abbey Ruine. Dort aßen wir die wohl besten Scones Irlands in der Sonne, die durch die Bäume funkeln. Cong ist einfach sehr untouristisch und trotzdem so schön. Wir können euch das kleine Örtchen nur empfehlen.

 

#6 Kylemore Abbey: Das Lustschloss im Nationalpark

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Im Connemara Nationalpark, der bekannt für die Connemara Ponys ist, liegt das frühere Lustschloss Kylemore Abbey, das heute die älteste irische Benedektinerinnenabtei ist. Neben dem Schloss gibt es ein Kloster, eine Kirche und einen viktorianischer Garten. Wir waren schon am Schloss vorbeigefahren, hatten das Panorama gesehen und wollten unbedingt das Gelände erkunden. Vor allem der Weg durch den Connemara Nationalpark gefiel uns. Hier waren die Wiesen nicht mehr ganz so grün, die Landschaft wurde hügeliger und rauer. Die Schafe liefen frei über die Landschaft ohne Zäune, wir mussten also vorsichtig fahren. Dann waren wir beim Schloss. Das Panorama überzeugte uns wieder. Wir fanden die Sicht auf die Anlage wunderschön. Leider konnten wir nur in die Kirche, weitere Gebäude konnten nicht besichtigt werden. Deswegen unser Tipp: Den Eintritt kann man sich sparen. Ein kurzer Stopp reicht aus. Wir machen uns auf nach Clifden. Leider war das Wetter nicht mehr ganz so schön und es regnete viel. Trotzdem lohnte sich unser Ausflug allein für die Landschaften des Connemara Nationalparks.

 

#7 Wind und Meer am Fanad Head Lighthouse

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Fanad Head Lighthouse: Ein Leuchtturm ganz im Norden von Irland. Vier bis fünf Stunden Fahrt lagen vor uns bis an die Küste vom County Donegal. Also standen wir sehr früh auf und machten uns mit unserem kleinen Wagen auf den Weg. Unser Weg führte über die N15 durch Sligo, Donegal und Letterkenny bis zu unserem Ziel. Dabei genossen wir die Landschaften, die sich immer wieder veränderten. Die Fahrt war angenehm, viel Verkehr hatten wir nicht. Und dann waren wir da, fast am nördlichsten Punkt von Irland. Vor uns lag der Leuchtturm und die raue See des Atlantiks. Dabei war die Farbe so herrlich blau, der Sand so weiß, dass man fast vermuten könnte, man wäre in der Karibik. Fast… wenn man den kalten Wind, die grünen Wiesen und eine handvoll Schafe durch Palmen, Krabben und einen Cocktail ersetzt. Ausgiebig erkundeten wir die Umgebung, erklommen die Klippen und Berge und waren so froh, dass wir die vier Stunden Fahrt auf uns genommen hatten. Für den Ausblick hatte es sich gelohnt. Auf dem Rückweg hielten wir in Sligo und suchten uns einen gemütlichen Pub und ließen den Abend ausklingen. Wieder ein schöner Tag in Irland.

 

#8 Landschaftlicher Genuss: Irlands unendliche Weiten

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Hierzu möchten wir gar nicht allzuviel schreiben. Die unendlichen Weiten sind einfach unbeschreiblich und vielfältig. Hier einfach ein paar Impressionen. Unser Fazit: Besucht Irland und genießt das Land. Irland hat ein ganz eigenes Lebensgefühl. Wir werden auf jeden Fall nochmal wiederkommen und den Süden erkunden.


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Wenn ihr mehr Bilder sehen wollt, dann klickt hier!

23 comments Add yours
    1. Hey Sarah… Dankeschön, freut uns, wenn dir der Beitrag gefallen hat. Na dann nichts wie los. Die Insel hat wirklich einiges zu bieten, vor allem Dublin ist richtig cool. Demnächst geht es für uns nach Norwegen (Lofoten). Warst du dort schon und hast eventuell ein paar Tipps für uns?
      LG
      Lisa & Alex. 😉

  1. Hey Ihr Beiden!
    Ich beneide Euch beide gerade sehr dafür, dass Ihr so viel Zeit hattet dieses tolle Land zu erkunden! Mir blieben leider nur 4 viel zu kurze Tage. Nach diesen Bildern steht wieder umso mehr fest: Ich muss zurück!
    Viele Grüße,
    Kerstin

    1. Guten Morgen Kerstin,

      und dennoch fanden wir zwei Wochen zu kurz. Im Süden waren wir gar nicht 😉 aber die zwei Wochen waren wirklich wunderschön. Wenn wir es schaffen, wollen wir irgendwann wieder nach Irland. 😍😍

      Was ist dein nächstes Reiseziel?

      LG

  2. Hallo Lisa und Alex,
    ein ganz großartiger Beitrag über ein tolles Land, das auf meiner Liste gleich nach Schottland kommt 🙂 Wunderschöne Bilder und einen interessanten Weg habt ihr da beschrieben.
    Viele Grüße
    Maria

  3. Irland bietet ja echt tolle Fotomotive, Urban und Natur. Perfekt. Da werdet ihr euch sicher ordentlich “ausgetobt” haben. Und von dem leckeren Guinness will ich jetzt gar nicht anfangen.

    Ich mag die Iren einfach gerne und könnte denen den ganzen Tag bei erzählen zuhören, auch wenn ich beim krassen Akzent nicht alles verstehen würde. Egal. Warum war ich eigentlich noch nie da, frage ich mich gerade…?

    Liebe Grüße an euch Zwei aus Berlin
    Daniela

  4. Was für ein verlockender Artikel. Irland reizt mich auch schon so lange! Eure Bilder sind genau so wie ich es mir vorstelle, viel grün und blau und ein wenig rot hier und da. Allerdings hat mich der Sternenhimmel am meisten fasziniert. Ist einfach der Wahnsinn was ihr da erlebt habt und dann noch Glück mit dem Wetter haben, genau so wünscht man sich das ja.

    Viele Grüße
    Chris

  5. Hi,
    toller Beitrag. Mein letztes Mal Irland ist leider schon wieder viel zu lange her. Ich sitze auch hier in Deutschland viel auf dem Rad und genieße Natur….aber letztlich ist es kein Vergleich 😉
    Gruß, Martin

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